Und das steht auf der Speisekarte...

Zuchtansätze könnt ihr selbstverständlich bei uns bekommen!

Ohne Lebendfutter geht gar nichts...! Und je bunter und abwechslungsreicher die Tiere gefüttert werden, umso wohler werden sie sich fühlen. Und sie danken es ihrem Pfleger, indem sie lange gesund bleiben, regelmäßig ablaichen und aus den Gelegen gesunde und kräftige Jungfrösche werden.

Hier einige Futtertiere, die wir vermehren und verfüttern...

Drosophila melanogaster

Den größten Anteil am Futtermix haben decken bei uns flugunfähige Fruchtfliegen ab. Bei Dorsophila melanogaster handelt es sich um eine (im Vergleich mit Drosophila hydei) recht kleine Art, die auch von kleineren Fröschen sehr gerne angenommen wird. Unserer Erfahrung nach ist sie allerdings etwas schwerer zu vermehren als ihre größeren Verwandten, da es in den Ansätzen relativ schnell zu Milbenbefall kommen kann, was dann den gesamten Ansatz unbrauchbar macht. Daher empfiehlt es sich besonders hier, die Ansätze in eine kleine Wanne zu stellen, die einige Zentimeter mit Spüliwasser gefüllt ist. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass Milben in den Ansatz gelangen.

 

Beim Futterbrei muss wohl jeder seine eigenen Erfahrungen machen.

Folgende Mischung hat sich bei uns bewährt:

500g feine Haferflocken, 500ml kochendes Wasser darüber gießen.

Ca. 250ml Apfelsaft, 3EL Apfelessig und 2TL Zucker mit einrühren und etwas abkühlen lassen. Die Haferflocken saugen einiges an Flüssigkeit auf. Daher später soviel warmes Wasser zufügen, dass es ein dickflüsiger Brei wird. 1/4 Päckchen Trockenhefe einrühren und zu guter letzt einen Apfel in kleine Stücke schneiden (alternativ etwas Apfelmus) und das Ganze mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse mixen. Damit die Hefe arbeiten kann, sollte das Ganze mindestens einen Tag zur Seite gestellt werden. ACHTUNG! Wenn die Fliegen zu früh in den Ansatz gegeben werden und die Hefe noch arbeitet, kann es zum Tod der Fliegen kommen. 

 

Den fertigen Brei etwa zu 1/3 in passende Dosen füllen, Holzwolle oben auflegen, einen Ansatz von etwa 30-50 Fliegen zugeben und das Ganze mit einer Nylonsocke verschließen. Nach etwa drei Wochen können die ersten Fliegen entnommen werden. Je mehr Brei im Becher ist, umso mehr Generationen können sich im Ansatz entwickeln.

 


Drosophila hydei

Drosophila hydei ist deutlich robuster als melanogaster, weniger anfällig gegen Milben und daher auch einfacher zu vermehren.

Ansonsten gilt für die Vermehrung das gleiche wie bei Drosophila melanogaster.


Alternativ...

Für alle, die noch normal geblieben sind und nur ein oder zwei Becken laufen haben, hier nochmal ein Rezept, das ebenfalls sehr gut funktioniert und gerade bei geringer Anzahl der Ansätze optimal zu dosieren ist.

 

Zutaten

240ml lauwarmes Wasser

50g Kartoffelbreipulver

15g Zucker

1g Trockenhefe

6g reines Spirulinapulver  (eBay)

12g reine Bierhefe (eBay)

 

Alles gut vermischen ein paar Stunden gehen lassen und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren.  80g Brei für Melanogaster  und 110g für Hydei in einen Kunststoffbecher geben, leicht angefeuchtete Holzwolle drauf, mit Fliegen animpfen (Hydei Ansätze mit Max. 30 Fliegen) und mit Gaze verschließen. Ansätze stehen bei mir komplett dunkel bei 20°C. Milben habe ich zumindest bei den Melanogaster noch nie gehabt. Da es sich um relativ kleine Mengen Futterbrei handelt, ist dieser relativ schnell aufgebraucht und der Ansatz kann nach dem schlupf der ersten Generation erneuert werden. Dies beugt einem Milbenbefall vor.


Erbsenblattläuse

Erbsenblattläuse sind ein hervorragendes Futter für große wie kleine Dendrobaten. Dazu braucht es lediglich gut wachsende Erbsenpflanzen, auf denen sich die Läuse vermehren können. Dazu werden Bioerbsen für ca. 8 Stunden gewässert und anschließend auf ein Wachstumssubstrat verteilt. Manche nehmen dazu feuchtes Küchenpapier, andere ungedüngte Pflanzerde... probiert es aus, mit welchen Substrat ihr die besten Erfahrungen macht. Die gewässerten Erbsen, die auf dem Substrat liegen, sollten nun unter leichtem Druck keimen können. Der Druck von oben dient dazu, dass die Wunrzeln nach unten - und nicht in alle Richtungen - austreiben. Dazu werden die Becher mit den ausgesäten Erbsen ineinander gestapelt und an einen schattigen Ort gestellt... Erbsen gehören zu den Dunkelkeimern. Nach etwa zwei bis drei Tagen können die gekeimten Erbsen an einen hellen Platz gestellt werden, wo sie weiterachsen können. Wenn die Pflänzchen etwa 3-4cm hoch sind, können sie mit Läusen angeimpft werden. Sind die Erbsen in tiefen Bechern gepflanzt, können sie - wie bei den Drosos - mit Nylonsocken verschlossen werden. Alternativ können sie in flacheren Bechern gepflanzt und dann in größere Boxen gestellt werden, in denen die Läuse von einer Pflanze zur anderen übersiedeln können.

  


Ofenfischchen

Ein tolles Futter, das ohne großen Aufwand zu vermehren ist, allerdings sehr viel Geduld erfordert. Ein weiteres Manko... die Tiere brauchen zur Zucht relativ hohe Temperaturen. Bei 34-36° haben wir die besten Zuchtergebnisse erzielt. Sollten Sie einen Heizungskeller haben, in dem der Brenner warm wird, könnte dies der optimale Ort sein. Der große Vorteil bei Ofenfischchen besteht darin, dass man sie sehr lange sich selbst überlassen kann. Eine Tränke ist nicht notwendig, da die Tiere ihren Wasserhaushalt über die Luftfeuchtigkeit regulieren. Ein mit Gaze verschlossener Becher (damit keine Tiere ertrinken) ist ausreichend. Fischfutter auf dem Boden der Box dient als Futter. 

Fehlen nur noch Eierkartons als Versteckmöglichkeiten und kleine Stücke Filterschwamm, in die die Tiere ihre Eier ablegen können. Wer jetzt ein paar Monate Zeit hat, der wird bei den entsprechenden Temperaturen sehr gute Zuchtergebnise erzielen.


Springschwänze

Gerade für Landgänger, ganz junge Frösche und kleinere Arten sind Springschwänze unverzichtbar. Unserer Erfahrung nach ist der Aufwand bei Zucht deutlich kleiner, je größer der Zuchtbehälter ist. Wir nutzen dazu größere Aufbewahrungsboxen aus dem Baumarkt. Diese werden zur Hälfte mit einen Bodensubstrat gefüllt das bei uns aus einer Mischung aus Torferde und Pinienborke besteht. Die Borke hilft der Durchlässigkeit des Substrates, vermeidet etwas die Staunässe und hat gleichzeitig eine Vorbeugende Wirkung gegen Schimmelbildung. Das Substrat sollte nur ganz leicht angefeucht und in keinem Fall zu nass sein!

Nachdem nun die Tiere dem Ansatz zugegeben wurden, darf leicht gefüttert werden. Hier ist weniger wirklich mehr! Etwa zweimal in der Woche wird sehr feines Futter eingestreut... und zwar nur so viel, wie innerhalb von ein bis zwei Tagen vertilgt werden kann. Als Futter bieten sich mehrere Möglichkeiten wie zum Beispiel einfache Brotbackmischung, feingeriebenes Fischfutter (neigt zur Schimmelbildung), Kartoffelpüreepulver, Eifutter aus der Vogelhaltung und vieles mehr. Da sollte man selbst herausfinden, womit man die besten Ergebnisse erzielt. 


Tropische Asseln

Die Zucht von Asseln ist denkbar einfach, allerdings langwierig und nicht sehr ergiebig. Als Hauptfutter kommen sie daher nicht in Frage. Sie stellen aber eine tolle Ergänzung auf dem Speiseplan dar.

Als Substrat dient uns ein Gemisch aus Torferde und Kokusfasern. Diese Kombination sorgt dafür, dass sich der Boden nicht verdichtet, sondern locker bleibt. Die eingesetzten Asseln können mit Fischfutter gefüttert werden, dieses neigt bei höherer Feuchtigkeit jedoch zum Schimmeln, weshalb auch gerne auf anderes Futter zurückgegri9ffen wird. Dafür empfehlen sich Küchenabfälle wie die Schale von Champignons, von Gurken oder Kartoffeln... die Asseln helfen dabei, den Kompost zu verkleinern und sich dabei - langsam aber sicher - zu vermehren.


Weizenblattläuse